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Newsletter Aktuell

2. Januar 2011

Deinstedt, 11. April 2010
Liebe Leser/innen,
nachdem einige Rückmeldungen auf meinen still klingenden und schwingenden Weihnachtsgruß sich auf den Newsletter bezogen,
der vom Februar 2009 stammte, als würde er nun zum ersten Mal gelesen,
ist mir noch einmal ins Bewusstsein gedrungen, wie die gegenwärtige Überfütterung durch zeichenreiche Informationen unsere Wahrnehmung betäubt.
Wäre es da nicht Energieverschwendung, dachte ich mir, dieser Zeichenflut weitere Zeichen hinzuzufügen?
Also fischte ich ein wenig in meinem Archiv und fand darin ein Interview vom Januar 2007, das ich an dieser Stelle wiedergeben möchte:
Interview mit Gott und der Welt
Welt: Gott, du hast eine gute Sicht von da oben. Wie steht es dieser
Tage mit mir?
Gott: Mit dir? Wie immer, warum fragst du?
Welt: Weil so viel über mich geschrieben wird.
Gott: Was?
Welt: Es gäbe Kriege.
Gott: Die gab es immer schon.
Welt: Aber nicht jene, die kommen werden.
Gott: Nichts ist alt, alles ist neu.
Welt: Ich habe gehört, der Teufel sei mir erschienen.
Gott: Dir? Wie das?
Welt: Keine Ahnung, es stand in der Zeitung.
Gott: Der Teufel ist alt.
Welt: Und wer ist neu?
Gott: Du.
Welt: Was willst du damit sagen?
Gott: Dass du immer schneller bist.
Welt: Als der Teufel?
Gott: Genau.
Welt: Sehr beruhigend.
Gott: Sag es deinen Kindern.
Welt: Aber wie? Sie lieben ihre Geschichten von Tod und Sterben.
Gott: Dann lass sie lieben, was ihnen gefällt.
Welt: Auch, wenn es der Teufel ist?
Gott: Ja. Wer den Teufel liebt, ist ein Verlierer.
Welt: Warum?
Gott: Der Teufel will besitzen.
Welt: Er ist reich!
Gott: Nicht mehr lange.
Welt: Warum?
Gott: Wer besitzt, verliert auch wieder.
Welt: Ich bin dein, lieber Gott!
Gott: Nein, ich lasse dich sein. Das ist Liebe.
Berichte vom Krieg, Sterben und Tod beherrschen nach wie vor die Schlagzeilen zeichenverbreitender Massenmedien. Auch der kleine Ort Selsingen, nur wenige Kilometer von Deinstedt entfernt, wird seit dem
9. April 2010 mit der Trauerfeier für drei in Afghanistan getötete Soldaten in Verbindung gebracht. Wie Fremdkörper wirkten die schwarzen Limousinen der Staatsvertreter auf der Durchfahrtsstraße
des kleinen Ortes.


Zu alledem ließe sich viel sagen – oder schreiben – und doch würde es nichts an der gespannten Haltung jener ändern, die sich den Zwängen der
»Gesellschaft«, der »Masse« unterwerfen, um nicht durch eine Regung unberechenbarer Gefühlsäußerungen aus dem Rahmen zu fallen.
Im Alltag sehe ich sie dann wieder an der Kasse des Supermarktes stehen, Zigaretten, Bier, Wein ... auf das Laufband legen ... Entspannung suchend
mit Hilfe der anerkannten Drogen Alkohol und Ablenkung – statt in der Stille zu trauern.
Als Helden gelten sie, die getöteten Soldaten. Für mich sind sie Opfer eines Krieges gegen den Krieg, in dem es keine Gewinner geben kann.
Seit nun einem Jahr lehrt uns (Cappuc)Cino, ein 17 Monate junger Golden Retriever, das Neue in jedem Moment des Lebens wahrzunehmen. Auf
youtube gibt es einige mit der Digitalkamera gefilmte Szenen zu sehen: http://www.youtube.com/user/CinoTV


Neues gibt es in jedem Moment, mit und ohne Newsletter. Vielleicht kommt es nur darauf an, die Wahrnehmung für das Erleben im Jetzt nicht
mit Zeichen zu verstellen, mit Bildern, Klängen und Worten zurück in die Gegenwart jedes Einzelnen zu weisen, statt ihn zu fesseln mit »spannender
Lektüre« und »unterhaltsamen« Geschichten fern eines liebenswerten, einfachen Lebens.
In diesem all-täglichen Sinne werde ich weiterschreiten – und -schreiben.
Sinnreiche Grüße
Jutta Riedel-Henck
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Zur Schlaflieder-CD gibt es nun einen kleinen Film, untermalt mit dem Lied »Schlaf, Kindelein, süße«.
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München: Kösel, 2009 ISBN: 978-3-466-30831-6
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Die hier vorliegende Ausgabe wurde von der Autorin komplett überarbeitet und aktualisiert.«
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Woran Sie erkennen, ob sich Ihr Kind normal entwickelt. Für einen entspannten Start in die ersten vier Lebensjahre 192 Seiten, 12,5 x 18,0 cm , Broschur Humboldt, 2009. € 9,90
ISBN 978-3-86910-600-7 Amazon
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München: »Wenn ein Baby zu viel weint«, Vortrag von Dr. Aletha J. Solter Freitag, 30. April 2010, 15-17 Uhr: Weitere Informationen
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